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Das Testverfahren LeMo ist ein Computerprogramm für die modellorientierte Diagnose von Sprach-, Lese- und Schreibstörungen bei Patienten mit hirnorganisch bedingten Störungen. Mit LeMo existiert erstmalig ein Programm, welches die routinemäßige Durchführung wissenschaftlich begründeter Diagnosen von Wortverarbeitungsstörungen ermöglicht.
Zur Zeit liegen weder auf dem nationalen noch auf dem internationalen Markt mit LeMo vergleichbare computergestützte Testverfahren für Wortverarbeitungsstörungen vor.
Zielgruppe und Anwender von LeMo sind Logopäden, Sprachtherapeuten, klinische und Neurolinguisten, sowie Psycholinguisten und noch viele andere die in eigenen Praxen, Rehabilitationszentren oder neurologischen Kliniken tätig sind. Das Verfahren wurde im letzten Jahrzehnt an der Universität Potsdam, vom Fachbereich Patholinguistik, erforscht und entwickelt. LeMo (Lexikon modellorientiert) wurde ursprünglich als Pencil und Paper Version entwickelt, dass heißt die Analyse der Tests musste per Hand durchgeführt werden.
Das gesamte Verfahren, sowie die aufwändige Analyse wurde nun in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Computerlinguistik der Uni Potsdam, in einem Computerprogramm umgesetzt, welches zusammen mit dem Stimuli-Material und der Pencil und Paper Version, seit Mitte des Jahres 2004 von Elsevier, Urban & Fischer vertrieben wird.
LeMo bietet die vollständige automatisierte und auf statistischen Kriterien basierende Auswertung sämtlicher Patientendaten und ebenso die vollständig automatisierte und modelltheoretische Interpretation der Diagnosedaten, die in Form eines graphischen und/oder schriftlichen Befunds auch ausgedruckt werden kann.
Mit LeMo können in 33 verschiedenen Tests zur Untersuchung zum Sprachverstehen, Benennen, Lesen, Schreiben und Nachsprechen die Reaktionen von Patienten registriert und die dabei auftretenden Fehlerarten automatisch analysiert und statistisch ausgewertet werden.
Die in LeMo integrierten Stimuli sind nach linguistisch und neurolinguistisch relevanten Variablen strukturiert, die Auswertung berücksichtigt die erforderlichen testheoretischen Parameter, wie z.B. randomisierte Vorgabe der Stimuli, Ratewerte, Ermittlung unterschiedlicher Signifikanzniveaus usw.
LeMo verfügt über Exportmöglichkeiten nach Microsoft® Word und Microsoft® Excel. Somit ist es möglich den automatischen Befund von LeMo nach Word zu exportieren, in Word zu editieren und z.B. an die Krankenkasse zu schicken.![]()
Alle Leseproben als PDF-Dateien:
Natürlich bietet LeMo noch eine Menge mehr Möglichkeiten, die Sie erst bei genauem Testen kennenlernen können. Laden Sie sich einfach die Demoversion herunter und probieren Sie LeMo aus.
- Verwaltung von Patienten
Umfasst Patienten hinzufügen, editieren und löschen. Speichern von Anmerkungen und Memos zum Patienten, sowie Krankheitsdauer und Untersucher.- 33 verschiedene Tests
Tests zum Sprachverstehen, Benennen, Lesen, Schreiben und Nachsprechen, sowie die Möglichkeit phonologische und graphmatische Reaktionen während des Tests einzugeben.- automatische Analyse
Nach jedem erfolgten Test, führt LeMo im Hintergrund eine neue Analyse durch. Die Ergebnisse und die Diagnose sind somit immer aktuell und sofort einsehbar.- Ergebnisdarstellungen
LeMo verfügt über verschiedene Ergebnisdarstellungen. Detaillierte Testergebnisse, Dissoziationsmatrix über alle Tests, Kennzeichnen der Störungen der Komponenten im grafischen Logogenmodell. Erstellung eines schriftlichen Patientenbefunds auf der Grundlage der Diagnose.
Auch verschiedene Analysen zu phonologischen und graphematischen Resultaten stehen zur Verfügung und runden das Paket ab.
LeMo ist in der Lage alle Ergebnissdarstellungen zu drucken. Das Druckbild können Sie Ihren Wünschen entsprechend anpassen.- Export
Es existieren umfangreiche Exportmöglichkeiten der Ergebnisse, sowie der Patientendaten. Vor allem die Möglichkeit des Exports des schriftlichen Patientenbefunds nach Microsoft® Word sei hier erwähnt.
PC Version LeMoEntwicklung: Alexander Siebert & Jörg DidakowskiLeMo Verfahren
Konzeption: Dr. Nicole Stadie & Dr. Thomas Hanneforth
alle Universität Potsdam
dank auch an Henrik Bartels und vielen Anderen für die Ratschläge, Anmerkungen und die FehlersucheRia De Bleser / Jürgen Cholewa / Nicole Stadie / Sia Tabatabaie
Universität Potsdam
Letzte Änderung: 22.11.2008 (a.s.)